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Corona-Diskurs @UR

Dezember 2020

Schon frühzeitig zu Beginn des Monats plädierten diverse Institutionen und Bundesländer für eine Verschärfung des Lockdowns aufgrund der weiterhin hohen Anzahl an Positiv-Getesteten. Die bisherigen Maßnahmen auf Bundesebene wurden bereits vielfach geändert und intensiviert, zuletzt am 1. Dezember. Dennoch ging Bayern einen Schritt weiter und verhängte kurz nach der bundesweiten Ausweitung der Kontaktbeschränkungen noch tiefergehende Regelungen. Diese umfassten unter anderem, dass das Verlassen des eigenen Wohnortes nur noch bei Vorliegen eines triftigen Grundes gestattet war und die Geltung einer Ausgangsperre von 21 Uhr bis 5 Uhr in Hotspot-Gebieten (Inzidenzwert über 200). Auch für die Feiertage wurden strengere Maßgaben ausgearbeitet. Wegen jener bayerischen Vorreiterrolle, aber vor allem aufgrund der gleichbleibend hohen Infektionszahlen, forderten nach und nach auch weitere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Thüringen umfassendere Beschränkungen. In noch eindringlicherem Ton warnten auch wissenschaftliche Institute wie die Leopoldina vor zu nachlässigen Beschränkungen vor allem um und nach den Feiertagen. Nachdem pessimistische Voraussagen und Forderungen gleichermaßen die Woche über aus allen Sektoren (Wirtschaft, Gesundheit wie Politik) laut wurden und zum Teil manche Bundesländer schon selbstständig ihre Lockerungen für Weihnachten und Silvester zurücknahmen, befürwortete auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das bayerische Voranschreiten und regte selbst zu weiteren Einschränkungen an. ⇒ hier weiterlesen …

48. Kalenderwoche

Wir wollen kein Weihnachten in Einsamkeit.“ Unter diesem Motto hatte Angela Merkel bereits seit Mitte November für schärfere Auflagen in der Corona-Krise plädiert. Diesen Mittwoch kam es nun zu einer weiteren Weichenstellung im Ringen um die Corona-Maßnahmen und speziell deren Umsetzung zum Jahreswechsel. Doch bereits am Donnerstagmorgen zeigten sich die Bundeskanzlerin, aber auch viele weitere Beteiligte erneut enttäuscht. ⇒ hier weiterlesen …

42. Kalenderwoche

München, Augsburg, die Landkreise Schwandorf, Mühldorf und Berchtesgarden bildeten nur die prominentesten Beispiele einer langen Liste bayerischer Städte bzw. Landkreise, welche den Inzidenzwert von 50 Neuinfektion pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten haben.

Ende der Woche erreichten sogar mehr als die Hälfte aller bayerischen Städte und Landkreise bedenkliche „Corona-Werte“. 24 Städte verzeichneten nach der Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag einen Wert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Hinzu kamen 28 weitere Städte und Kreise, die den Frühwarnwert von mehr als 35 Neuinfektionen überschritten. Auch für Gesamtdeutschland meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts bereits am Donnerstag mit 6.638 gemeldeten positiven Tests neue Rekord Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, ehe am Folgetag dieser mit 7.334 neuen Fällen nochmal übertroffen werden sollte.
Die Bundesregierung geht von einem weiteren Anstieg der Zahlen aus: „Wir erwarten nicht, dass die Zahlen morgen geringer werden, sondern dass sie weiter steigen“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun am Freitag. Deutschland stehe „am Beginn einer wirklich großen zweiten Welle„, welche nun unterbrochen werden müsse. ⇒ hier weiterlesen …