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Corona-Diskurs @UR

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Grüß Gott!
Ich stimme grundsätzlich den Ausführungen zur Freiheit der Lehre zu. Hierzu gehören auch die Zugänge zu den Bibliotheken.
Letztere lassen sich technisch meines Wissens ohne Probleme in jeder Weise so organisieren, dass der Zugang zum Wissen gegeben ist.
Die Anwesenheit zu Veranstaltungen sehe ich kritisch:
1. Solange nicht bewiesen ist, dass keine gesundheitliche Gefahr durch den Besuch von Räumen, Bussen etc. besteht, muss man (auch wenn man der ganzen Corona-Geschichte sehr kritisch gegenüber steht, und ich habe da eine sehr kritische Haltung), "im Zweifel für den Angeklagten" davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Gefahr besteht.
2. Solange auch nur 1 UR-Mitglied sich ansteckt und möglicherweise stirbt oder bleibende Schäden an Lunge, Herz, Nieren etc. behält, kann niemand gezwungen sein, wenn er nicht Nachteile beim Studieren in Kauf nehmen möchte, am Präsenzbetrieb teilzunehmen.
3. Ich bin also der Auffassung, dass die Freiheit der Lehre hier nach dem Recht auf Unversehrtheit des Lebens steht und nach dem Recht auf freie Ausübung des Persönlichkeitsrechts.
4. Es kann deshalb nicht auf Präsenzbetrieb geschaltet werden, wenn man nicht viele, die sich für einen Vorrang ihrer Gesundheit entscheiden, benachteiligen möchte.
5. Dasselbe gilt meines Erachtens auch für Klausuren: Ich sehe es als nicht richtig an, derzeit Präsenzklausuren verpflichtend abzuhalten.
6.Auch rein organisatorisch kann ein Student nicht beide Formen nebeneinander leben: Wer mehrere Veranstaltungen besucht, kann nicht zb um 9.45 mit einer Veranstaltung an der Uni fertig sein und dann kurz danach daheim am Zoom sitzen, das geht wieder nur für ein paar Priveligierte, die zufällig mit dem Fahrrad 2 Minuten von der Uni entfernt wohnen,