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Corona-Diskurs @UR

42. Kalenderwoche

München, Augsburg, die Landkreise Schwandorf, Mühldorf und Berchtesgarden bildeten nur die prominentesten Beispiele einer langen Liste bayerischer Städte bzw. Landkreise, welche den Inzidenzwert von 50 Neuinfektion pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche überschritten haben.

Ende der Woche erreichten sogar mehr als die Hälfte aller bayerischen Städte und Landkreise bedenkliche „Corona-Werte“. 24 Städte verzeichneten nach der Corona-Ampel des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Sonntag einen Wert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Hinzu kamen 28 weitere Städte und Kreise, die den Frühwarnwert von mehr als 35 Neuinfektionen überschritten. Auch für Gesamtdeutschland meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts bereits am Donnerstag mit 6.638 gemeldeten positiven Tests neue Rekord Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, ehe am Folgetag dieser mit 7.334 neuen Fällen nochmal übertroffen werden sollte.
Die Bundesregierung geht von einem weiteren Anstieg der Zahlen aus: „Wir erwarten nicht, dass die Zahlen morgen geringer werden, sondern dass sie weiter steigen“, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun am Freitag. Deutschland stehe „am Beginn einer wirklich großen zweiten Welle„, welche nun unterbrochen werden müsse. ⇒ hier weiterlesen …

Offener Brief „Zur Verteidigung der Präsenzlehre“

In einem offenen Brief fordern bisher über 4000 Lehrende und Studierende eine – vorsichtige, schrittweise und selbstverantwortliche – Rückkehr zu Präsenzformaten in der Lehre. Die Präsenzlehre als Grundlage eines universitären Lebens in all seinen Aspekten gelte es zu verteidigen: www.praesenzlehre.com

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Schwangerschaftsabbrüche in Pandemiezeiten

I. Einleitung

Schon zu „Normalzeiten“ stellen Schwangerschaftsabbrüche für die betroffenen Frauen häufig eine seelische und körperliche Ausnahmesituation dar. Der Zugang zu der gewünschten medizinischen Behandlung wird durch verschiedene Hürden erschwert: Nur wenige Mediziner*innen führen in Deutschland überhaupt Schwangerschaftsabbrüche durch, erforderliche Informationen sind wegen des Werbeverbots des § 219a StGB nur schwierig auffindbar und viele Frauen befürchten eine Stigmatisierung, da Schwangerschaftsabbrüche in vielen gesellschaftlichen Kreisen noch immer ein Tabuthema sind. Die COVID-19-Pandemie verschärft die schwierige Lage, in der sich ungewollt Schwangere ohnehin befinden. ⇒ hier weiterlesen …